Die Ausgestoßenen

Chronisch Kranke und alte Patienten als die neuen Ausgestoßenen

Seit einigen ‚Wochen wurde das Gesundheitswesen auf politische Anordnung hin massiv hinuntergefahren. Die volle Konzentration dabei gilt der Covid19 Infektionswelle.

Die ist beängstigend, belastend und bedrohlich. Wie auch jede jährliche epidemische Influenzawelle, die Hunderttausende krank werden lässt und jedes Jahr eine Übersterblichkeit in Form eines Dorfes von 2-3 tausend erfordert. Leider hat dies jedes Jahr keine Aufmerksamkeit gefordert.

Nun wurde in den Spitälern der Rollbalken hinuntergezogen. Aus eigenen Gesprächen mit Betroffenen dazu:

Frischoperierte, die zur bestellten Nachkontrolle, Wundkontrolle bzw. Nahtentfernung ins Spital kommen, werden schon am Eingang mit dem Hinweis auf Covid „verjagt“.

Ältere Pateinten, die seit 1 Jahr auf ihren nun aktuellen OP-Termin wegen einer Hüft oder Knie Endoprothese warten, denen wird abgesagt. Sie sollen warten, Meist geschieht dies bei Alleinstehenden, mit großen Schmerzen. In der Definition sind das keine Akutfälle, sind sich selbst überlassen. Selbst schuld, dass sie krank geworden sind.

Und dann kommt da noch die große Zahl chronisch Kranker. Blutdruck, Diabetes, und andere Wehwehchen sollten in gewissen Abständen nun weiter betreut werden. Die sind eigentlich unerwünscht, weil nicht akut.

Wenn der Gesundheitsminister sich rühmt, so tolle externe Experten zu haben, so dürften die diese Probleme nicht kennen, woher auch. Wenn ich das Gesundheitssystem derart einschränke, hätte von Anfang an ein Masterplan für die chronisch Kranken etabliert werden müssen. Derzeit Chaos pur, niemand ist zuständig. Und willige niedergelassene Ärzte sind eingeschränkt in ihrer Tätigkeit, weil sie entweder keine Schutzausrüstung haben oder zu wenig. Die Ärztekammer mit eqip4ordi erdreistet sich, FFP2 Masken um rund 30€ das stück anzubieten. Ein Wucherpreis und schamlos!

Es gibt auch keinen Masterplan der Spitäler, wie man die sich tagtäglich vergrößerte Warteliste der ausgefallenen elektiven Operationen und diagnostischen Eingriffe abarbeiten will. Die Wirtschaft, die Schulen, die Gewerkschaft wollen zeitliche Perspektiven.

Die meist älteren wollen das auch, damit Sie wissen, ob Sie den neu geplanten Eingriff überhaupt überleben werden. Stattdessen wird unter dem Vorwand, „wir müssen die Alten schützen“ darüber philosophiert, wie man denn diese wegsperren kann. Vielen Experten dürfte nicht klar sein, dass viele alte Menschen allein leben, nun von Familien oder Freunden abgeschnitten, keine gesicherte Versorgung haben und in ihrer Wohnung in „Einzelhaft“ bleiben sollen. Wie lange glaubt man, dass diese Menschen das aushalten werden.

Ist das eine große Feldstudie? Hier hätte von Anfang an daran gedacht werden müssen, dass auch alte Menschen Licht, Luft, soziale Kontakte etc. für ihr leben brauchen als Grundelement. Hat man vergessen. Nur Wien bietet hier einen Sozialnotruf an, das muss man erwähnen.

Im Kampf von Wirtschaftsinteressen mit Gesundheitsinteressen drohen verschiedene Gruppen auf der Strecke zu bleiben.

Längst sind wir in einer massiven Zwei Klassengesellschaft angelangt. Manche haben das Geld, es sich verbessern zu können und die Mehrzahl vegetiert dahin.

Die Pandemie und ihre Infektionswelle wird uns noch Monate beschäftigen. Auch die Todesfälle, die sich nun in reduzierter Zahl über einen längeren Zeitraum hinziehen. DA muss auch ein langfristiges, zumutbares und überlegtes Handeln gefordert sein.

Todeskeule in den Medien

Im Gegensatz zu einer verantwortungsbewussten Berichterstattung überbieten sich die Medien nun mit Berichten und Filmen von Intensivstationen mit röchelnden Patienten, Kolonnen von Leichentransporten. Natürlich ist die Realität. Aber will man mit dieser überspitzten Berichterstattung die ganze Nation in Panik, Hysterie und Angst und Depressionen stürzen.

Auch hier ist die Regierung zuerst gefordert, bei allen Sorgen eine positive Stimmung mit einem Ausblick zu geben und auch die Medien sind aufgefordert, sich einzubremsen.

Sonst haben wir eine Todesrate durch die Pandemie und eine zweite Todesrate und viele chronische Erkrankungen bedingt durch die Berichterstattung.

Nachdem ja die erhöhten Todeszahlen in Italien und Spanien und Frankreich immer für Maßnahmen als Begründung herangezogen werden, so wäre es nun höchste Zeit, die Statistiken dieser Länder genauer zu überprüfen. Es mehren sich kritische Stimmen gerade in Italien, die eingestehen, dass hier viel hineingerechnet wurde! Und die europäische Kommission in der Wolkenburg Brüssel wäre angehalten, für eine einheitliche Definition und Zählweise zu sorgen, Das wird Sie ja wenigstens zusammenbringen!

01.04.2020 Kein Aprilscherz

Prof.Dr.Hubert Hrabcik

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